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Tobias Klein: Orgelmusik mit niederbayerischem Akzent

Mo. 27. April 2026 | 14:00

Tobias Klein (*1983 in Hutthurm) begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 13 Jahren zunächst am Klavier, ein Jahr später an der Orgel. 1997 entstand seine erste Komposition. Im Jahr 2000 lernte er die bekannte Komponistin Prof. Ruth Zechlin kennen. Bei ihr hatte er bis zu deren Tod im Jahr 2007 Kompositionsunterricht, 2001 erhielt er einen Kompositionspreis. Nach Abitur und Zivildienst studierte Tobias Klein an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg die Fächer Kirchenmusik und Diplommusiklehrer mit Hauptfach Orgel bei Prof. Stefan Baier und Prof. Franz Josef Stoiber. Während dieser Zeit wurden einige seiner Kompositionen an der Hochschule uraufgeführt. Darüber hinaus studierte Tobias Klein an der Universität Regensburg Musikwissenschaft und Anglistik. Für seine Abschlussarbeit im Fach Anglistik wurde er mit dem Katharina-Sailer-Preis der Universität Regensburg ausgezeichnet. Meisterkurse u. A. bei P. Theo Flury, Frederic Blanc, Marie-Claire Alain runden seine musikalisch-künstlerische Ausbildung ab. Tobias Klein war mehrere Jahre als Kirchenmusiker und Musiklehrer in Mainburg tätig, des Weiteren als Arrangeur, Verfasser und Musikseminarleiter beim Verlag Ocarinamusic. Von 2018 bis 2022 war er Kirchenmusiker in Mariahilf ob Passau bis er 2022 ins Regionalkantorat für die Dekanate Regen und Freyung-Grafenau wechselte.

Auf dem Programm stehen die »Toccata secunda« von Johann Kaspar Kerll (1627–1693), die » Parthia E-Dur« und »Das Glockhen Spill zu Rom in der S. Petri Kürchen« von Johann Nepomuk Fuhrmann (1740–1808), sowie die » Toccata ottava« von Georg Muffat (1653–1704).

Johann Kaspar Kerll war seiner Zeit ein angesehener Komponist und Musiker, von dem im Lauf der Geschichte vieles verloren gegangen ist. Sein Schaffen für Tasteninstrumente ist glücklicherweise gut überliefert. Sein komplettes Opernschaffen ist hingegen verloren. Er war Hofkapellmeister in München und Organist am Stephansdom in Wien.  – Johann Nepomuk Fuhrmann ist eine interessante lokale Figur. Geboren in Pilsting bei Landau trat er zunächst in den Dienst des Abtes von Metten. Dort entstand auch das »Livre de pieces pour le Clavecin« vermutlich als Unterhaltungsmusik für den Abt. Das Manuskript wanderte dann mit nach Regensburg, wo er als »virtuosus organista« den Rest seines Lebens an der alten Kapelle dient und dort großes Ansehen genoss. Die Werke aus dem »livre« sind dem galanten Stil am Übergang von Barock zur Klassik zuzuordnen und somit abwechslungsreich und eingängig. Die Stücke des Programms wurden erstmals von Tobias Klein aus dem Manuskript editiert. – Georg Muffat geboren im Elsass war hauptsächlich im süddeutsch-österreichischen Raum tätig. Durch Reisen und Studien erlangte er Meisterschaft in den verschiedenen Stilen aus Frankreich, Deutschland und Italien. Lange Zeit war er am Salzburg Dom und zuletzt am Passauer Dom tätig. In seinem dem Kaiser Leopold gewidmeten »Apparatus musico-organisticus« verschmilzt er die unterschiedlichen Stile seiner Zeit zu einem Meisterwerk von großer musikalischer Dichte und Ausdruckskraft.

Tobias Klein | Orgel

Info:
Eintritt frei!
Veranstalter: Stadt Freyung Veranstaltungs gGmbH in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Lkr. Freyung-Grafenau

Details

  • Datum: Mo. 27. April 2026
  • Zeit:
    14:00 - 16:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

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