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Musikalische Bildung und Musikvermittlung durch die Medien - Arbeitstagung des Bayerischen Musikrates 4./5. Oktober 2007, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf

06.06.2007

In den zurück liegenden Jahren ist den Medien für die Musikvermittlung stetig wachsende Bedeutung zugekommen. Umfragen zu Folge ist das passive Musikhören mit einem Anteil von deutlich über 95 Prozent bei Kindern und Jugendlichen die bevorzugte Freizeitbeschäftigung. Dies ist Anlass, über eine pädagogisch vertretbare Me-diennutzung auch im Hinblick auf die musikalische Bildung intensiv nachzudenken.


Gewaltverherrlichende Musik, welche durch Medien verbreitet wird, ist in diesem Zusammenhang gleichermaßen problematisch, wie es zahlreiche Kinder und Jugendliche gibt, die kein Zutrauen zur eigenen Stimme mehr haben, weil sie Singen bzw. Gesang nur noch synthetisch kennen. Auf der anderen Seite profitiert die musikalische Bildung dann von der medialen Unterstützung, wenn sich Kinder und Jugendliche (selbstverständlich auch interessierte Erwachsene) auf interaktive Weise im Zusammenwirken von Bild, Ton und Sprache mit musikalischen Inhalten beschäftigen können.

Somit gehören die Medien zu den wesentlichen Vermittlern von Musik. Ohne Medienpräsenz lassen sich Musik und Musikausübung in der Öffentlichkeit kaum mehr positionieren. Vor allem jene Musikrichtungen, welche sich dem Hörer nicht unmittelbar erschließen (z. B. Avantgarde-Kompositionen), bedürfen der Flankierung durch Presse, Rundfunk, Fernsehen oder das Internet. Dies betrifft die Berichterstattung gleichermaßen wie die Produktion von Sendungen aus dem Musikbereich. Für alle Musiksparten, die im Bayerischen Musikrat vertreten sind, ist daher eine angemessene Berücksichtigung durch die Medien unerlässlich.

Musikbezogene Medienpädagogik und –präsenz sind daher die inhaltlichen Ausgangspunkte für die Jahresarbeitstagung 2007 des Bayerischen Musikrates. Im unmittelbaren Gedankenaustausch mit medialen Entscheidungsträgern sollen sowohl die Wünsche von uns ausübenden und schaffenden Musiker/innen an die Medien als auch die an uns gerichteten Bedürfnisse seitens der Medien formuliert und gemeinsam nach pädagogisch vertretbaren Konzepten für die Medien als musikalische Bildungsträger gesucht werden. In den Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit, unter Anleitung von Medienexperten praktische Beispiele und Aufgaben zur Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu behandeln. Darüber hinaus sollen best practice-Beispiele erfolgreicher Medienarbeit unserer Mitgliedsverbände und –institutionen bei der Tagung präsentiert werden.

Tagungsablauf

 

Donnerstag, 4. Oktober 2007

10:00 Uhr          Eröffnung der Tagung / Grußworte

10:30 Uhr         Impulsreferat

                  Dr. Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks

                  „Die Musik in den Wellen des Bayerischen Rundfunks“

                  Diskussion

11:30 Uhr         Medienpraxis I: Konstituierung der Arbeitskreise

                  Einführungsreferate in die Arbeitskreise zur Fragestellung

„Was benötigen die Medien von den schaffenden und ausübenden

Musiker/innen - Welche Wünsche haben die ausübenden und schaffenden Musiker/innen an die Medien?“

AK 1 Fernsehen (Laszlo Molnar, Bayerisches Fernsehen/Mitarbeiter

                         Programmbereich Kultur und Familie)

 

Dr. Michael   Schmidt, Bayerischer Rundfunk, Koordinator des Klassikportals

AK 3 Print (Andreas Kolb, Neue Musikzeitung/ConBrio Verlag)

12:00 Uhr          Mittagessen

 

13:30 Uhr         Medienpraxis II

                  Behandlung von Fallbeispielen und Aufgaben in den Arbeitskreisen

15:30 Uhr         Kaffeepause

16:00 Uhr         Medienarbeit in den BMR-Mitgliedsverbänden und -institutionen

Präsentation von best practice-Beispielen aus den Bereichen

·         Laien- und Volksmusik

·         Klassische Musik

·         Jazz

·         Rock- und Popmusik

·         Musikschulen/Musikpädagogik

18:00 Uhr         Abendessen

19:30 Uhr         Neue Formen der Musikvermittlung in Presse/Verlagswesen, Hörfunk

                  und Film/Fernsehen

                  Presse/Verlage (Theo Geißler, Neue Musikzeitung/ConBrio Verlag)

                  Hörfunk (Jürgen Seeger, Bayerischer Rundfunk,

    Leiter der Zentralredaktion Bayern4Klassik)

                  Film/Fernsehen (Laszlo Molnar, Bayerisches Fernsehen/s.o.)

gegen 21:00 Uhr informeller Teil / geselliges Beisammensein

 

Freitag, 5. Oktober 2007

8:00 Uhr          Frühstück

9:00 Uhr         Formen der Musikvermittlung durch die neuen Medien

                  Impulsreferat

                  Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring

                  Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien

                  Präsentation I

                  „Mozart online“

                  Dr. Ulrich Leisinger (Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg)

                  Präsentation II

                  Der U- und E-Musik übergreifende Studiengang

„Musikjournalismus im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk“

an der Hochschule für Musik und Theater München

Frizz Lauterbach (Hochschule für Musik und Theater München) und

Dr. Michael Schmidt (Bayerischer Rundfunk)

11:30 Uhr         Medienpraxis III

                  Fortsetzung und Abschluss der Arbeitskreise

12:30 Uhr         Mittagessen

13:30 Uhr         Schlussplenum

§        Musikalische Eröffnung durch den Carl Orff-Chor Marktoberdorf

§        Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Arbeitskreisen

§        Fortsetzung der Präsentation von best practice-Beispielen

§        Entschließungen / Perspektiven

15:30 Uhr         Kaffee / Abreise

 

Tagungsleitung:       Wilfried Hiller                               Dr. Jörg Riedlbauer

                            Präsident des BMR                      Generalsekretär des BMR

Moderation der best practice-Beispiele:                        Susanne Lehnfeld M. A.

                                                                           Pressearbeit VBSM

Tagungsorganisation:                                               Ruth Vollert-Horch


 

 

Unter Medienarbeit verstehen wir die Gestaltung von Kommunikation zwischen den Mitgliedsverbänden und –institutionen und den Medien (Print, Hörfunk, TV, Onlinemedien). Sie ist ein Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit.

 

 

 

 

Medienarbeit – Was verstehen wir darunter

Es geht uns um Ihre praktischen Erfahrungen, die Sie im Umgang mit den Medien im Allgemeinen oder gezielt bei der Durchführung von Projekten gemacht haben. Da es sich um eine Präsentation von best practice-Beispielen handelt, sollten die Praxisbeispiele einen Nachrichtenwert haben.

 

In Frage kommen beispielsweise:

 

-         Konzerte, Veranstaltungen/Events, Aktionstage mit Medienbeobachtung

-         Kooperationen mit Journalisten (z. B. Podiumsdiskussionen)

-         Medienkampagnen, Aktionsprogramme

-         Pressemeldungen, regelmäßige Publikationen von zielgruppen- und themenspezifischen Informationen, Zusammenarbeit mit Nachrichtenagenturen

-         Medienrelevante Internetprojekte, Informationsdatenbanken/ -plattformen

-         CD-Produktionen

-         und vieles mehr…

 

 

 

 

Worauf es uns ankommt

Wir benötigen folgende Informationen:

  1. Kurzbeschreibung des Projektes
    (was, wann, wo, wer, wie, warum)
  2. Was wollten Sie mit der Durchführung des Projektes erreichen
  3. Welche Instrumente der Medienarbeit wurden verwendet
  4. Wie war die Medienpräsenz und -resonanz

 

Die Praxisbeispiele werden von den Projektverantwortlichen selbst vorgestellt. Nach Bedarf kann dies auch die Moderatorin übernehmen. Wichtig ist uns eine lebendige und anschauliche Darstellung der vielfältigen Beispiele. Dazu benötigen wir

-         Powerpoint-Präsentationen

-         Fotos

-         Kurze Film- und Videoausschnitte

-         Audiobeispiele

-         u. a.

 

Für Rückfragen geben Sie bitte an:

Name des Ansprechpartners, Adresse, Tel, E-Mail

 

 

 

Welche Informationen wir von Ihnen benötigen

Wir wollen gemeinsam Erkenntnisse über Wahrnehmung, Strategien und Herangehensweisen im Bereich der Medienarbeit unserer Mitglieder gewinnen.

 

Der dadurch entstehende „Ideenpool“ soll allen zugänglich gemacht werden, um den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern zu fördern und „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bieten.

 

Wir möchten Impulse und Anregungen für innovative und zeitgemäße Medienarbeit den Mitgliedsverbänden des BMR geben und Lernprozesse anstoßen.

Wenn viele mitmachen, können viele profitieren!

 

 

 

Die Klaviatur der Medienarbeit -
Was wollen wir erreichen

Bitte senden Sie Ihre Praxisbeispiele an:

 

Susanne Lehnfeld

Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen

Herzog-Albrecht-Platz 2

82362 Weilheim

 

Tel. 0881 / 927 95 44

Fax: 0881 / 89 24

E-Mail: susanne.lehnfeld@musikschulen-bayern.de

 

 

 

Einsendeschluss:

14. September 2007

 

 

 
Design und Programmierung:
Artmedia - Agentur moderner Medien