In den zurück liegenden Jahren ist den Medien für die Musikvermittlung stetig wachsende Bedeutung zugekommen. Umfragen zu Folge ist das passive Musikhören mit einem Anteil von deutlich über 95 Prozent bei Kindern und Jugendlichen die bevorzugte Freizeitbeschäftigung. Dies ist Anlass, über eine pädagogisch vertretbare Me-diennutzung auch im Hinblick auf die musikalische Bildung intensiv nachzudenken.
Gewaltverherrlichende Musik, welche durch Medien verbreitet wird, ist in diesem Zusammenhang gleichermaßen problematisch, wie es zahlreiche Kinder und Jugendliche gibt, die kein Zutrauen zur eigenen Stimme mehr haben, weil sie Singen bzw. Gesang nur noch synthetisch kennen. Auf der anderen Seite profitiert die musikalische Bildung dann von der medialen Unterstützung, wenn sich Kinder und Jugendliche (selbstverständlich auch interessierte Erwachsene) auf interaktive Weise im Zusammenwirken von Bild, Ton und Sprache mit musikalischen Inhalten beschäftigen können.
Somit gehören die Medien zu den wesentlichen Vermittlern von Musik. Ohne Medienpräsenz lassen sich Musik und Musikausübung in der Öffentlichkeit kaum mehr positionieren. Vor allem jene Musikrichtungen, welche sich dem Hörer nicht unmittelbar erschließen (z. B. Avantgarde-Kompositionen), bedürfen der Flankierung durch Presse, Rundfunk, Fernsehen oder das Internet. Dies betrifft die Berichterstattung gleichermaßen wie die Produktion von Sendungen aus dem Musikbereich. Für alle Musiksparten, die im Bayerischen Musikrat vertreten sind, ist daher eine angemessene Berücksichtigung durch die Medien unerlässlich.
10:00 Uhr Eröffnung der Tagung / Grußworte
10:30 Uhr Impulsreferat
Dr. Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks
„Die Musik in den Wellen des Bayerischen Rundfunks“
Diskussion
11:30 Uhr Medienpraxis I: Konstituierung der Arbeitskreise
Einführungsreferate in die Arbeitskreise zur Fragestellung
„Was benötigen die Medien von den schaffenden und ausübenden
Musiker/innen - Welche Wünsche haben die ausübenden und schaffenden Musiker/innen an die Medien?“
AK 1 Fernsehen (Laszlo Molnar, Bayerisches Fernsehen/Mitarbeiter
Programmbereich Kultur und Familie)
Dr. Michael Schmidt, Bayerischer Rundfunk, Koordinator des Klassikportals
AK 3 Print (Andreas Kolb, Neue Musikzeitung/ConBrio Verlag)
12:00 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Medienpraxis II
Behandlung von Fallbeispielen und Aufgaben in den Arbeitskreisen
15:30 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Medienarbeit in den BMR-Mitgliedsverbänden und -institutionen
Präsentation von best practice-Beispielen aus den Bereichen
· Laien- und Volksmusik
· Klassische Musik
· Jazz
· Rock- und Popmusik
· Musikschulen/Musikpädagogik
18:00 Uhr Abendessen
19:30 Uhr Neue Formen der Musikvermittlung in Presse/Verlagswesen, Hörfunk
und Film/Fernsehen
Presse/Verlage (Theo Geißler, Neue Musikzeitung/ConBrio Verlag)
Hörfunk (Jürgen Seeger, Bayerischer Rundfunk,
Leiter der Zentralredaktion Bayern4Klassik)
Film/Fernsehen (Laszlo Molnar, Bayerisches Fernsehen/s.o.)
gegen 21:00 Uhr informeller Teil / geselliges Beisammensein
8:00 Uhr Frühstück
9:00 Uhr Formen der Musikvermittlung durch die neuen Medien
Impulsreferat
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring
Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
Präsentation I
„Mozart online“
Dr. Ulrich Leisinger (Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg)
Präsentation II
Der U- und E-Musik übergreifende Studiengang
„Musikjournalismus im öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk“
an der Hochschule für Musik und Theater München
Frizz Lauterbach (Hochschule für Musik und Theater München) und
Dr. Michael Schmidt (Bayerischer Rundfunk)
11:30 Uhr Medienpraxis III
Fortsetzung und Abschluss der Arbeitskreise
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Schlussplenum
§ Musikalische Eröffnung durch den Carl Orff-Chor Marktoberdorf
§ Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Arbeitskreisen
§ Fortsetzung der Präsentation von best practice-Beispielen
§ Entschließungen / Perspektiven
15:30 Uhr Kaffee / Abreise
Tagungsleitung: Wilfried Hiller Dr. Jörg Riedlbauer
Präsident des BMR Generalsekretär des BMR
Moderation der best practice-Beispiele: Susanne Lehnfeld M. A.
Pressearbeit VBSM
Tagungsorganisation: Ruth Vollert-Horch
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Unter Medienarbeit verstehen wir die Gestaltung von Kommunikation zwischen den Mitgliedsverbänden und –institutionen und den Medien (Print, Hörfunk, TV, Onlinemedien). Sie ist ein Teilbereich der Öffentlichkeitsarbeit. |
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Medienarbeit – Was verstehen wir darunter |
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Es geht uns um Ihre praktischen Erfahrungen, die Sie im Umgang mit den Medien im Allgemeinen oder gezielt bei der Durchführung von Projekten gemacht haben. Da es sich um eine Präsentation von best practice-Beispielen handelt, sollten die Praxisbeispiele einen Nachrichtenwert haben. In Frage kommen beispielsweise: - Konzerte, Veranstaltungen/Events, Aktionstage mit Medienbeobachtung - Kooperationen mit Journalisten (z. B. Podiumsdiskussionen) - Medienkampagnen, Aktionsprogramme - Pressemeldungen, regelmäßige Publikationen von zielgruppen- und themenspezifischen Informationen, Zusammenarbeit mit Nachrichtenagenturen - Medienrelevante Internetprojekte, Informationsdatenbanken/ -plattformen - CD-Produktionen - und vieles mehr… |
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Worauf es uns ankommt |
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Wir benötigen folgende Informationen:
Die Praxisbeispiele werden von den Projektverantwortlichen selbst vorgestellt. Nach Bedarf kann dies auch die Moderatorin übernehmen. Wichtig ist uns eine lebendige und anschauliche Darstellung der vielfältigen Beispiele. Dazu benötigen wir - Powerpoint-Präsentationen - Fotos - Kurze Film- und Videoausschnitte - Audiobeispiele - u. a. Für Rückfragen geben Sie bitte an: Name des Ansprechpartners, Adresse, Tel, E-Mail |
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Welche Informationen wir von Ihnen benötigen |
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Wir wollen gemeinsam Erkenntnisse über Wahrnehmung, Strategien und Herangehensweisen im Bereich der Medienarbeit unserer Mitglieder gewinnen. Der dadurch entstehende „Ideenpool“ soll allen zugänglich gemacht werden, um den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern zu fördern und „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bieten. Wir möchten Impulse und Anregungen für innovative und zeitgemäße Medienarbeit den Mitgliedsverbänden des BMR geben und Lernprozesse anstoßen. |
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Die Klaviatur der Medienarbeit - |
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Bitte senden Sie Ihre Praxisbeispiele an: Susanne Lehnfeld Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen Herzog-Albrecht-Platz 2 82362 Weilheim Tel. 0881 / 927 95 44 Fax: 0881 / 89 24 E-Mail: susanne.lehnfeld@musikschulen-bayern.de |
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Einsendeschluss: 14. September 2007 |