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Jetzt bewerben: Laiendirigenten arbeiten mit Profis

08.03.2010

Einmal vor einem großen Profiorchester stehen bleibt für viele Laiendirigenten ein Traum, der sich für Susanne App beim jüngsten Dirigierseminar des Referats Laienmusik im Bayerischen Musikrat erfüllte. Gemeinsam mit fünf weiteren Teilnehmern erarbeitete sie in drei Phasen ein Repertoire, zu dem die ausgebildete Akkordeonistin, Dirigentin und Komponistin sonst wenig Zugang hat. Am Ende stand sie vor den Hofer Symphonikern. Susanne App: „Mich hat das dirigentisch enorm weiter gebracht. Ich kann mit der Hand mehr ausdrücken und komme schneller zum Resultat.“


Seit 2002 bietet der Bayerische Musikrat diesen Dirigierkurs an. Unter Anleitung ausgezeichneter Dozenten arbeiten Dirigenten von Laienensembles und solche, die noch in der Ausbildung sind, mit einem professionellen Ensemble. Im Zentrum stehen Kontrolle und Verbesserung der Schlagtechnik, sowie Interpretation und aufführungspraktische Fragen.

Nach Prof. Lutz Herbig und Markus Poschner leitet aktuell Karlheinz Blömecke, u.a. Professor für das Fach "Dirigieren" an der Detmolder Hochschule für Musik, den Kurs. In der ersten Phase wird das Repertoire mit einem Korrepetitor erarbeitet, in Phase zwei kommt ein Streichquartett hinzu, in Phase drei wird es dann ernst. Susanne App: „Wenn man vor den Hofer Symphonikern steht, ist die Grenze zwischen Laien und Profis endgültig aufgehoben. Denn wenn ich da eine falsche Bewegung mache, dann reagiert das Orchester auch nicht.“ Umso genauer beobachtete sie, wie es die andern machten, folgte den Anweisungen von Blömecke, erörterte verschiedene Möglichkeiten und probierte aus. Susanne App: „Die gesamte Arbeitsatmosphäre ist unwahrscheinlich motivierend. Wir tauschen uns untereinander aus, wir lernen voneinander und das Orchester geht auch mit, wenn man einen ganz anderen Interpretationsweg beschreitet.“

Im September 2010 beginnt eine neue Kursphase. Voraussetzungen zur Teilnahme sind
praktische Dirigierkenntnisse aus der Arbeit mit Amateurorchestern und Laienchören. Eine Aufnahmeprüfung gibt es nicht. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, erfolgt die Zulassung zum Kurs nach Eignung aufgrund der Anmeldung. Kenntnisse in der Leitung mit einem Symphonieorchester sind nicht gefordert. Susanne App stand vor ihrem Kurs auch nie vor einem solchen Ensemble und wird dies auch in Zukunft nicht umsetzen. Trotzdem will sie sich wieder für diesen Kurs bewerben. Susanne App: „Ich lerne jedes Mal neue Literatur kennen und erhalte immer wieder neue Ideen und Anregungen, wovon dann meine Arbeit zuhause mit meinen Akkordeonorchestern profitiert.“  

Weitere Informationen und Anmeldung
Will „über den Tellerrand schauen“: Susanne App leitet die Hofer Symphoniker.
 
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