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Zugang zum eigenen Musizieren in jedem Alter

02.02.2011

„Globalisierung und Welthandel bringen es mit sich, dass man leicht den Blick für das verliert, was die eigene Region zu bieten hat“, stellt Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, fest und verweist gezielt auf den Instrumentenbau. „Was uns dabei entgeht, ist die Erfahrung, dass unsere Musikinstrumentenhersteller Kreativität mit bester Qualität verknüpfen, die bezahlbar ist und sich langfristig auszahlt. Denn ein gutes Instrument begleitet einen Musiker in der Regel sein Leben lang.“ Darin bestätigt sah sich der Präsident bei seinem jüngsten Besuch der Veeh-Harfen-Werkstatt in Gülchsheim.


Leicht spielbar, handlich, robust und herrlich klingend - diese Vorstellung leitete Hermann Veeh, als er Mitte der 1980er Jahre nach einem geeigneten Instrument für seinen Sohn Andreas suchte. Weil er nicht fündig wurde griff der gelernte Landwirt aus Gülchsheim selbst zu Hobel und Saiten. So entstand die Veeh-Harfe. In der Größe und Anlage vergleichbar einer Kreuzung aus Hackbrett und Leier ist die Veeh-Harfe nicht nur optisch ein formschönes Instrument. Sohn Andreas, der seit Geburt am Down-Syndrom leidet, versteht es, ihr herrliche Klänge zu entlocken.

Parallel zum Vertrieb bietet Johanna Veeh-Krauß mittlerweile auch Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Der Zugang zu diesem Instrument ist einfach, erklärt die Geschäftsführerin, sodass sowohl Kinder und Erwachsene, aber auch Senioren gerne zu diesem Instrument greifen. Um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden baut Hermann Veeh mittlerweile vier verschiedene Modelle. Außerdem bietet das Unternehmen eine gezielte Auswahl an Noten an. Notenschablonen, die zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben werden, ermöglichen sofort ein Spielen quasi vom Blatt. Darüber hinaus finden sich überwiegend Lieder im Sortiment. Johanna Veeh-Krauß hat selbst eine stattliche Anzahl an Werken für die Veeh-Harfe bearbeitete. „Diese silbrigen Klänge der Veeh-Harfe verbinden sich ideal mit der menschlichen Stimme“, so die Geschäftsführerin.


„Konkret mehr über die Veeh-Harfen zu erfahren und dabei kennenzulernen, welche Sorgen und Anliegen die mittelständischen Unternehmen im Instrumentenbau plagen, ist für den Präsidenten im Bayerischen Musikrat fast ein Muss“, so Thomas Goppel bei seinem Besuch in Gülchsheim.
 
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