3. Bayerischer Musikplan setzt klar auf Vernetzung
02.12.2010„Eine noch stärkere Vernetzung vorhandener Musikbereiche und die Erschließung von Synergiepotenzialen können fast als ein besonderes Leitmotiv des 3. Musikplans bezeichnet werden", äußerte Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch im Rahmen der Beschlussfassung des 3. Bayerischen Musikplans durch den Ministerrat Anfang August. Anfang November trafen sich nun der Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur und der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport zu einer letzten Abstimmungsrunde, bevor der 3. Musikplan in Druck geht.
Ministerialrat Herbert Hillig bekräftigte im Rahmen seiner Erläuterungen, dass die Neufassung des Musikplans in der vorliegenden Form aus Sicht des Wissenschafts- ministeriums die erforderlichen zeitgemäßen Antworten auf die eingetretene Entwicklung des Musiklebens seit 1989 gebe. Hillig: „Die neue Herausforderungen beispielsweise durch die Ganztagsschule, den steigenden Altersdurchschnitt in der Bevölkerung, die hohe Zahl von Mitbürgern mit Migrationshintergrund sowie die Veränderungen im Bildungs- und Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger sind erstmals in den Musikplan aufgenommen worden."
BMR-Präsident Thomas Goppel begrüßte, dass mit dem 3. Bayerischen Musikplan unter anderem die finanzielle Entlastung der Eltern angestrebt werde, die in vielen Fällen 50 % der Kosten für den Musikunterricht ihrer Kinder aufbringen müssten. Die Kommunen übernähmen 25 bis 50 % der anfallenden Kosten. Der Staat unterstütze die Eltern mit der Übernahme von circa 12 % der Kosten für den Musikunterricht. Familien mit mehreren Kindern könnten sich den Musikunterricht jedoch kaum noch leisten. Aus diesem Grund sollte die staatliche Förderung weiter ausgebaut werden.
Der 3.Bayerische Musikplan wird nun verlegt und soll im Frühjahr 2011 verfügbar sein.