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Kultusminister Schneider gewährt 4 Stunden Musikunterricht in Chorklassen

29.05.2008

An zwei Grundschulen in Schwaben, in Marktoberdorf und Markt Rettenbach, startet im September das Pilotprojekt „Chorklassen an Grundschulen“. Zunächst für die Dauer der zweijährigen Pilotphase gewährt Kultusminister Siegfried Schneider hierfür eine Erweiterung des Musikunterrichtes von zwei auf vier Stunden pro Woche. Schneider: „Mit den Chorklassen können wir Kinder für Musik begeistern“.


Chorklassen werden zunächst in der 1. und 2. Jahrgangsstufe der Grundschulen eingerichtet. In den Chorklassen wird die Stimme der Kinder gebildet; die Mädchen und Buben üben das Singen im Chor sowie das Hören und Musizieren. Die Chorklasse findet während des Unterrichts am Vormittag statt, die Schülerinnen und Schüler haben jedoch statt zwei Stunden vier Stunden Musikunterricht.
„Mit den Chorklassen können wir mehr Kinder für Musik und für den Gesang begeistern“, verleiht Kultusminister Siegfried Schneider seiner Hoffnung Ausdruck. „Zugleich werden die musikalischen Anlagen der Kinder erkannt und gefördert“, so der Minister, „die später in Streicher-, Bläser- und Chorklassen, im Musikunterricht und beim Erlernen von Instrumenten weiter entfaltet werden können“.
Im Schuljahr 2009/2010 soll das Projekt, bei dem der Freistaat Bayern auf Erfahrungen im Land Niedersachsen zurückgreifen kann, auf insgesamt 20 Grundschulen in Schwaben ausgeweitet werden.
„Lehrer singen, Kinder klingen“, unter diesem Motto werden bereits seit Oktober 2007 insgesamt 40 Lehrkräfte vorbereitet, um Chorklassen einzurichten und zu leiten. Sie erlernen dabei auch Grundlagen der Stimmbildung. Die Fortbildungsmaßnahmen werden von der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf, dem Chorverband Bayerisch-Schwaben und dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen durchgeführt.
Von den Chorklassen wird der gesamte Musikunterricht an Schulen profitieren, sind sich die Initiatoren von Kultusministerium und Netzwerk Musik in Bayern einig.
Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet.
Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus/ Pressemitteilung 129 des StmUK
 
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